Mein Gesellenstück
In diesem Bericht möchte ich Ihnen die Entstehung meines Gesellenstücks näher bringen.
Als Schreiner musste ich im Rahmen meiner Gesellenprüfung sowohl praktische und theoretische Prüfungen absolvieren als auch mein Gesellenstück planen und fertigen.
Dabei gab es von der Prüfungskommission bestimmte Vorgaben: Es sollte schlicht,
elegant und praktisch sein. Ich habe mich schließlich für die Idee einer dekorativen Säule entschieden,
die man sich in den Eingangsbereich einer Firma stellen kann.
In den folgenden Kapiteln werde ich detailliert über die Planung, die Umsetzung und die Herausforderungen berichten, denen ich während des Prozesses begegnet bin.

Konzeptionsphase
In der Konzeptionsphase meines Gesellenstücks habe ich verschiedene Ideen durchdacht und untersucht, bevor ich mich schließlich für eine bestimmte Lösung entschieden habe.
Zunächst hatte ich die Idee einer achteckigen Säule, die jedoch aufgrund ihrer unpraktischen Form verworfen wurde. Als Nächstes dachte ich über ein Sideboard oder einen Schrank an einer Wand nach, entschied mich jedoch für eine frei stehende Lösung.
Letztendlich landete ich bei einer schlichten Säule mit einer Würfel-Oberfläche, die von jeder Blickrichtung aus gleich aussieht, sodass die Tür nicht auf Anhieb sichtbar ist.


Die Technische Zeichnung
Nachdem der grobe Entwurf für mein Gesellenstück stand, ging es an die Feinplanung. Hierbei musste ich als Prüfungsteilnehmer sowohl den Ausbildungsbetrieb als auch die Innung von meinem Gesellenstück überzeugen. Ein wichtiger Bestandteil dafür war die Erstellung einer normgerechten Zeichnung, die alle Bauteile und deren Maße klar darstellte. Eines der größten Herausforderungen für mich bei diesem Prozess war die Würfel-Optik. Anfangs war es schwierig, die Prüfer davon zu überzeugen, dass ich die Oberfläche durch einfaches Nut schneiden erstellen wollte. Doch schließlich konnte ich sie davon überzeugen, dass dies die beste Lösung war.

Planung
Nachdem mein Entwurf genehmigt wurde, begann ich mit der Planungsphase. Dazu gehörte das Erstellen einer Stückliste und eines Ablaufplans, sowie die Bestellung und Vorbereitung der benötigten Materialien. Ich überprüfte außerdem, ob alle erforderlichen Werkzeuge zur Verfügung standen und in einwandfreiem Zustand waren, um sicherzustellen, dass der Bau erfolgreich verlaufen würde. Ich legte besonders großen Wert auf die Wartung und Pflege meiner Werkzeuge, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.


Der Bau
Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, begann ich mit dem eigentlichen Bau meines Gesellenstücks. Ich begann mit dem groben Zuschnitt der Bauteile, dem Kalibrieren und dem Furnieren. Um mir das Transportieren des schweren Korpus zu ersparen, entschied ich mich dafür, die Nuten vor dem Verleimen zu schneiden. Nachdem alle Nuten und Gärungen geschnitten wurden, lackierte ich die Innenseite, um die bestmögliche Oberfläche zu erzielen. Anschließend verleimte ich den Korpus und musste die Nuten nacharbeiten. Im Nachhinein würde ich die Nuten nach dem Verleimen schneiden, um eine perfekte Passgenauigkeit zu gewährleisten und dafür das Transportieren des schweren Korpus in Kauf nehmen. Schließlich musste ich dies ohnehin tun, um die Tür herauszutrennen. Zuletzt passte ich die Schubladen klassisch ein und stemmte die Bänder ein.

Die Ausstellung
Am Ende ging es mit meinem verticken Gesellenstück zur Abgabe. Dies fand in einer Art Ausstellung statt, bei der nach einigen Tagen Prüfung der Stücke, auch Urkunden für die besten Gesellenstücke vergeben wurden.
Trotzt aller Hürden wurde, ich schließlich für mein Design geehrt.
